Alltag eines Globetrotters – Malawi

18.12.2015 05:47 | News

Im Barefoot Camp stelle ich fest, dass die obere vordere Stoßdämpferhalterung auf der rechten Seite glattweg in der Mitte durchgebrochen ist.

Ich entdecke auch den Grund: Beim Auswechseln der Stoßdämpfer in Windhoek waren die Schrauben nicht fest genug angezogen worden…. Sie hatten sich gelöst, und unter dem Druck war die Halterung gebrochen. Als "erste Hilfe" ziehe ich alle Schrauben an Ort und Stelle fest. Natürlich muss die Halterung bald geschweißt werden. Aber das fürchterliche Klappern ist erstmal vorbei, und auch der Stoßdämpfer sitzt wieder ziemlich fest.

Da ich unter dem Auto liegend sowieso eingedreckt bin, erledige ich auch die anderen anstehenden Routinejobs: Abschmieren vor allem, bei 36 Schmiernippeln eine Arbeit, bei der ich hinterher ähnlich verschmiert bin wie ein Schmiernippel… Ich sehe zu, dass spätestens alle 3000 km das Abschmieren erfolgt. Alles was dazugehört, haben wir im Auto dabei.

Die just in Windhoek neu eingesetzte Dichtung für das Hinterachsdifferenzial feuchtet: Ich ziehe die Schrauben nach. Auch sie waren nicht fest genug angezogen…

Der nächste Tag: Lilongwe, Malawis Hauptstadt, gewinnt keinen Schönheitswettbewerb. Doch an den Straßenrändern pulsiert das Leben. In einem gut bestückten Supermarkt bevorraten wir uns, jetzt auch mit Hundefutter.

Malawi ist ein Land, in dem auf den Asphaltsstraßen zwar kaum Autos, aber umso mehr Menschen unterwegs sind. Ich muss aufpassen. Aber es ist ein herrlich buntes Bild: Da sind Männer auf Fahrrädern, auf deren Gepäckträgern sich die schweren Lasten oft anderthalb Meter hoch stapeln. Frauen mit Baumstämmen -als Feuerholz- auf den Köpfen. Dazu meist noch ein Kleinkind auf dem Rücken. Überhaupt, Kinder überall. Das Bevölkerungswachstum ist hier eins der rasantesten in Afrika. Die wirtschaftliche Produktivität kann da nicht ansatzweise mithalten. Malawi ist von diversen Finanzspritzen aus Europa und Amerika abhängig.

 

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Aber es ist auch ein Land der höchst talentierten Holzschnitzer, wie wir überall am Straßenrand sehen können. Vom kühlen Hochland wollen wir zum tropisch heiß –feuchten Malawi See.

Der nächste post erfolgt in drei Tagen…

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