Lagebericht Mosambik - Grenze nach Zimbabwe

01.04.2013 10:23 | News

Wir haben mittlerweile alle Großen im Krüger Nationalpark gesehen, die big five: jede Menge Elefanten, zwölf Löwen, einen Leoparden, zwei Nashörner und viele afrikanische Büffel. Nicht zu vergessen zwei Geparde, Zebraherden, Giraffen, Impalas, Wasserböcke und, und, und…

Die größte Überraschung allerdings gab es zwischen den Camps Satara und Lower Sabie, als wir plötzlich einen alten rot-weißen Mercedes Camper, einen 207' er, sahen…

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

 

"Berni und Annette!!!", sagten wir wie aus einem Mund. Im nächsten Moment standen die beiden vor uns, bis auf einen Tag genau ein Jahr später, nachdem wir uns in Nanyuki am Äquator getrennt hatten. Nach gemeinsamer Reise hatten die beiden wie geplant ihren Trip in Richtung Südafrika fortgesetzt, während Juliana und ich in Richtung Uganda rollen würden, wo wir den Mount Elgon besteigen wollten.

Ein unglaublicher Zufall, dieses so völlig unerwartete Wiedersehen tausende von Kilometern von dem Ort entfernt, an dem wir uns getrennt hatten.

Der Abend wurde lang und kostete einige Biere..!


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 
 

 

Danach unsere Einreise über den Krüger Nationalpark nach Mosambik. Die Pisten dorthin waren teilweise übel. Verlässliche Informationen über die Strecke waren vorab kaum zu erhalten gewesen. Und doch verlief alles reibungslos. Auch die Grenzabfertigung. Das Mosambik-Visum erhielten wir an der Grenze. Immerhin legten wir dafür 70 € pro Person auf den Tisch. Dazu weitere 20 € für die Autoversicherung, gültig für einen Monat. Erstaunlicherweise wurde bei uns keine Straßengebühr kassiert – bei anderen Reisenden waren die unterschiedlichen Gebührenhöhen mitunter Thema für hitzige Diskussionen…

Jetzt also waren wir in Mosambik. Es war unser erstes Mal. Wir wussten: Die Nationalparks sind nach jahrzehntelangen Unruhen und Kämpfen heute fast ohne Tiere. Aber es gibt immerhin Nationalparks, unter anderem auch den neuen Limpopo Nationalpark, der direkt an den Krüger Nationalpark anschließt.

Tiere dort sahen wir allerdings nicht. Das soll sich künftig ändern.

Wir mussten uns an einiges wieder neu gewöhnen: auch an den freizügigen Umgang mit Müll im Land. Auch an einfache Dörfer mit Hütten, deren Dächer oft mit Plastikplanen dichtgemacht wurden.

Aber die Menschen waren uns gegenüber freundlich.


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

 

Dass wir dennoch nur kurz in Mosambik blieben und unsere Reisepläne änderten, hat folgende Gründe: Über der Küste, die wir bei Xai Xai erreichten, lag eine schwer zu ertragende Feuchtigkeit. Der Himmel war schwer und grau. Der in einschlägigen Reiseführern bei Xai Xai empfohlene Campground war das Desolateste, was wir auf der gesamten Reise durch Afrika vorgefunden hatten. Weder in den Duschen noch in den Toiletten lief das Wasser. Der Rest war verfallen. Aber das sind nur einige kleine Beispiele…


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

 

 

Um es kurz zu machen: Anstatt an der Küste Mosambiks entlang nach Malawi und Sambia zu fahren, entschlossen wir uns spontan, in den südafrikanischen Krüger Nationalpark zurückzukehren.

An dieser Stelle eine aktuelle Erfahrung: Bei der Einreise nach Südafrika wurde uns - da unser altes Aufenthaltspermit abgelaufen war - nur eine sieben Tage gültige Aufenthaltsgenehmigung gegeben. Aber diese Woche sollte uns reichen, um den Nationalpark noch einmal ausgiebig zu genießen und anschließend nach Zimbabwe einzureisen.


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Die Temperaturen hier sind zur Zeit fast unerträglich: heute um 18:00 Uhr 35° Celsius! Gerade tobt ein Gewitter über uns. Hoffentlich bringt es Abkühlung. Bis zur Grenze nach Zimbabwe ist es jetzt nur noch eine Tagesreise..!

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Kommentare

Mark, 02.02.2016 20:29

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