Ankunft in Europa …!

15.05.2016 11:47 | News

Nach Afrika und der arabischen Welt jetzt also Griechenland …! Der erste große Truckerparkplatz in Griechenland ist so still wie ein Campingplatz. Vögel jubilieren. Frühlingsblumen blühen. Aber nirgendwo sind (zumindest in diesem Teil Griechenlands) Kontrollposten, um Autobahngebühren zu kassieren. Uns soll's recht sein.

Und dann die große Überraschung: ein Lidl-Supermarkt. Wir haben lange, lange keine so köstliche Salami mehr genossen, wie auf dem Lidl-Baguette auf dem Parkplatz des Discounters!!!

Noch verwöhnt uns die Sonne, auch wenn ein kalter Wind geht. Vielleicht liegt es an diesem kühlen Wetter, dass die meisten Touristenorte fast gar nicht von griechischen Touristen frequentiert sind. Oder liegt das an der Wirtschaftskrise?

Natürlich reizen uns die Strände und großartigen antiken Orte Griechenlands. Doch die lassen wir uns für eine spätere Reise ... Jetzt rollen wir über die griechisch-bulgarische Grenze nach Norden. Auffällig, dass wir bei der Einreise nach Bulgarien fast alle Schränke im Camper öffnen mussten. Solch einen peniblen Check hatten wir während der letzten viereinhalb jährigen Reise nicht. Aber alles war sachlich – freundlich – korrekt.

Das Rila Kloster ist eins der großen religiös-kulturellen Highlights Bulgariens.


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Regen fällt wie ein Wolkenbruch aus dem Himmel, als wir dort einlaufen. Ein Dauerregen wie seit ewigen Zeiten nicht erlebt. Wir übernachten auf einem Parkplatz im Wald unweit des Klosters. Tags drauf geht's im strömenden Regen durch die Randgebiete Sofias. Auf einem von Engländern betriebenen Campingplatz bei Veliki Tarnovo übernachten wir. Auch das ein Novum: der erste richtige Campingplatz seit Namibia und die erste richtig heiße Dusche seit ewigen Zeiten!

Der Dauerregen bleibt uns Tags drauf treu. Dazu starker Verkehr, schlechte Straßen. Statt über die riesige Donaubrücke und weiter über Bukarest nordwärts zu fahren, entscheiden wir uns kurzfristig mit einer Donau-Fähre nach Rumänien einzureisen. Die Grenzstation wird nur von einer Handvoll Lkw frequentiert. Die Grenzer interessieren sich bei uns fast ausschließlich für den Ausbau unseres Wohnmobils.

Zügig kommen wir in Rumänien voran. Der wirtschaftliche Fortschritt ist in diesem, vergleichsweise armen, Land doch unübersehbar. Und doch immer wieder Pferdefuhrwerke auf den Hauptstraßen …

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Die Menschen sind freundlich. Unser Ziel: Siebenbürgen im Norden. Bei Sibiu/Hermannstadt verbringen wir mit Blick auf eine der mächtigen, uralten Wehrkirchen die Nacht. Und natürlich besuchen wir die wunderschöne Altstadt von Schässburg.

Unweit von Debrecen erreichen wir die ungarische Grenze. Zollkontrollen nur auf ungarischer Seite, alles freundlich, sachlich, unkompliziert. Doch die ungarische Vignette für unser Wohnmobil zu bekommen, ist hier schwierig. 25 km weiter klappt es allerdings an einer Tankstelle.

Jetzt liegen nur noch Slowakei und Tschechien vor uns. Dann sollten wir nach einer rund 33.000 km langen und nicht einfachen Rückreise – vom südlichen Afrika bis nach Deutschland – daheim angekommen sein …

Der nächste post folgt in etwa drei Tagen.

 

 

< Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

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