Die Glitzerwelt der Arabischen Emirate

03.03.2016 08:35 | News

So manches ist jetzt anders, als wir es von den touristisch bestens erschlossenen Teilen im südlichen Afrika gewohnt sind: Überall fanden wir dort Gästefarmen, auf deren weitläufigen (Wildnis –) Anlagen – natürlich gegen Bezahlung – wir kampieren konnten. Es gab dort Duschen, Toiletten und Wasser zum Wäschewaschen…

Diesen Komfort gab es in Äthiopien und im Sudan nur noch bedingt, und spätestens seit Saudi-Arabien überhaupt nicht mehr. Wobei wir Dank unserer Sanitärzelle im Camper in punkto Duschen/ Toiletten unabhängig sind. Beim Wäschewaschen sieht es allerdings anders aus... statt Waschmaschine kleiner Wasserbehälter zum Schrubben und sehr überschaubare Wassermengen. Aber Not macht erfinderisch …. Wobei eine Kleiderwäsche per Hand im oder neben unserem Thunder auf einem Parkplatz von Dubai (auch für gestandene Globetrotters wie uns) durchaus etwas gewöhnungsbedürftig ist…

Die Arabischen Emirate, vor allem Abu Dhabi und Dubai, sind ein Teil der Welt, dem man sich eigentlich besser für den All-Inklusive-Urlaub mit Hotel und Mietwagen vorbehalten sollte… und nicht für die Erkundung mit einem Expeditions–Lkw, für den es praktisch keine Parklücken gibt!

Aber so nach und nach gewöhnten wir uns auch an das ganz andere Traveller-Leben in dieser perfekten Glitzerwelt:

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Wobei wir uns an manche Dinge hier gerne gewöhnen, zum Beispiel an die nur 30 Cent pro Liter Diesel.

Bei Etisalat, dem führenden Internetanbieter, besorgen wir uns eine Data–SIM Karte und sind plötzlich wieder in der WhatsApp-Welt.

Es gibt ein paar Dinge, die uns sofort aufgefallen sind:

– Die Menschen sind uns gegenüber sehr freundlich, das gilt sowohl für die hier eingesessenen Araber wie für die unzähligen Arbeitskräfte aus Indien, Bangladesch, Pakistan, Afrika oder den Philippinen.

– Stellplätze für die Nacht sind quasi überall zu finden und sicher. Jeder Parkplatz oder jeder Strand lädt zum Übernachten ein.

– Die riesigen Supermärkte sind unglaublich verlockend und bis zum Bersten gefüllt (zum Vergleich: im Sudan gibt es nur einen einzigen Supermarkt in Khartoum!).

– Überall ist emsige Bauaktivität. Wenn die vierspurige Autobahn nicht mehr ausreicht, wird nebenan eine sechs– oder achtspurige gebaut.

Unser erstes Ziel: Nachdem wir uns durch riesige Autobahnbaustellen mit eben solchem Verkehr durchgearbeitet haben, sind wir plötzlich in Abu Dhabi: alles modern und großflächig. Hochhäuser überall. Man kennt diese Bilder der superreichen Staaten am Persischen Golf aus dem Fernsehen. Aber nun sind wir live mittendrin. Ruckzuck sind wir in Downtown Abu Dhabi, ich laufe einen Parkplatz an der Corniche gegenüber dem riesigen Sofitel–Hotel an.

"Klar", sagt ein Polizist, der dort mit seinem Streifenwagen steht."Kein Problem für euch, die Nacht hier im Auto zu verbringen!"

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Also pennen wir im Herzen Abu Dhabis, bummeln morgens über die piekfeine Uferpromenade und hoffen, dass Simba nicht gerade hier seinen Haufen platziert. Anderntags lassen wir es uns nicht entgehen, IKEA (jawohl, den gibt`s auch hier!) anzulaufen und irgendetwas echt Skandinavisches zu naschen … verrückt! Nebenan in der YAS-Mall kaufen wir den Oman Off-Road Explorer. Das Sultanat Oman ist unser nächstes großes Ziel!

Der nächste post folgt in ca. drei Tagen.

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