Einreise nach Kenia und Fahrt bis Mombasa …

13.01.2016 15:07 | News

Bei der Abfertigung am tansanischen – kenianischen Grenzübergang Holili/Taveta gibt`s Probleme, als wir die just in Arusha erhaltenen Zweitpässe mit den brandneuen Visa für Äthiopien und Sudan am kenianischen Schalter vorlegen: "Wo ist der Ausreisestempel aus Tansania?", fragt der kenianische Grenzbedienstete.

"Im anderen Pass…", sagen wir. Und ahnen im selben Moment, dass es Komplikationen geben wird …

Ungläubiges Staunen beim Grenzpersonal, denn vom legal ausgestellten Zweitpass hat man hier noch nichts gehört. Ausreisestempel aus Tansania und der Einreisestempel nach Kenia müssten in einem Pass sein, hören wir. Wir erklären, dass wir den bisherigen Pass benötigten, um ihn für die Iran – Visabeantragung nach Berlin zu schicken…

Hilft aber alles nichts. Jedes Argument trifft auf taube Ohren… zumindest für geraume Zeit. Anderthalb Stunden lang ziehen wir alle Register der Überzeugungskunst, dann endlich bekommen wir das Einreisevisum für Kenia in den "neuen" Pass, also den mit den Visa für Äthiopien und Sudan gestempelt…

Aufatmen bei uns!!

Etwas anderes ist ebenfalls neu, nämlich das Prozedere bei der Einreise nach Kenia: Visa sind seit geraumer Zeit online zu beantragen und auch so zu bezahlen. Was das Leben für Individualreisende nicht einfacher macht. Früher fuhr man mit seinem höflichsten „Grenz – lächeln“ hin zum Zollgebäude und bekam Ruckzuck sein Visum in den Pass gestempelt. Bei uns sogar letztlich mit einem netten "Hakuna Matata“ des Einreisebeamten … „ nimm‘s leicht…!“

Das versuchen wir bei den ersten Straßenkilometern in Kenia: Anders als bisher dominieren hier Motorräder, oft als Taxis genutzt, mit bis zu drei oder vier Mitfahrern. Sogenannten "Boda Bodas".

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Die grobe Piste zu unserem Tagesziel führt teilweise durch den Tsavo West Nationalpark und ist grottenschlecht. Wobei die Wahrnehmung des Straßenuntergrundes bei einem schweren Siebeneinhalbtonner und einem" leichtfüßigen" Landrover oder Land Cruiser sicherlich eine andere ist…

Wir übernachten im Gelände der Red Elefant Lodge bei der Stadt Voi, unmittelbar am Rand des Tsavo Nationalparks. Tags drauf quälen wir uns auf der Straße A 109 in Richtung Mombasa. Highway to Hell… eine der meistbefahrenen Straßen Afrikas. Dies ist die Achse Mombasa/Indischer Ozean – Nairobi – Kampala/Uganda und weiter Richtung Kongo. Ein schwarz qualmender/stinkender Lkw reiht sich an den anderen. Straßenbelag mörderisch uneben, mit tiefen Schlaglöchern!!!

Der nächste post erfolgt in ca. drei Tagen.

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

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