Lagebericht: Böse Überraschung in Windhoek

15.10.2013 09:47 | News


Wir folgen der gut ausgebauten Straße entlang dem Okavango River nach Nordwesten. Der „Kreis“ durchs südliche Afrika schließt sich mit der Ankunft in Namibia... vorerst!
Die Ausreise von Botswana ist so reibungslos und entspannt wie die Einreise nach Namibia. Lediglich 450 Namibia Dollar (rund 35 €) sind hier an road tax für unser Fahrzeug zu zahlen. Dazu die Veterinärkontrolle, vor allem die Einfuhr von Fleisch nach Namibia ist verboten.
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

N`gepi Camp am Ufer des Okavango-Flusses ist unser Highlight hier.
Plötzlich schrecken wir nachts um drei Uhr in Thunder durch merkwürdiges Schnaufen auf: Ein mächtiges Flusspferd grast neben unserem Fahrzeug.
Seit Jahrzehnten gehört Namibia zu meinen Favoriten in Afrika. Obwohl ich zwanzigmal und mehr am Wasserloch von Okaukuejo im Etoscha Nationalpark gesessen habe, gehört dieses Erlebnis für mich immer wieder zu dem Besonderen einer Afrikareise.
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Vom geplanten Abstecher ins einsame Kaokoland nehmen wir zunächst Abstand: Erst wollen wir den noch immer rasselnden Anlasser überprüfen lassen. Und dafür müssen wir nach Windhoek.
Die Ankunft dort ist wie die Begrüßung eines alten Bekannten. Im Frühjahr 1976 rollten wir zur Halbzeit unserer beiden Afrikadurchquerungen erstmals durch die damals noch sehr verschlafene Hauptstadt von „Südwest“. Seitdem ist Windhoek, genauso wie das ganze übrige Land, im Aufwind.
Eine moderne Stadt mit bester Infrastruktur. Im „Superspar“ der Merua Mall sind nahezu alle von daheim vertrauten Delikatessen zu haben. Und vor dem Verkaufsstand mit dem knusprigen Graubrot stehen auch die schwarzen Namibier Schlange.

Genau dort – nur ein paar Meter von einem gut besuchten Restaurant entfernt – wirft während eines unserer kurzen Einkäufe ein Strolch einen kopfgroßen Stein durch Thunders Seitenfenster. Glassplitter überall. Offenbar störe ich den Täter durch meine Ankunft. Nur ein paar Bücher sind durchwühlt. Das teure Garmin-Navi ist unangetastet!
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Zwei Tage später in der Northern Industrial Area: Während ich in einem Geschäft für Hydraulikzubehör bin, wartet Juliana unmittelbar neben der Fahrertür. Beide Türen sind verschlossen. In diesem Moment schleicht sich ein Dieb an Thunder, öffnet die Beifahrertür und stielt meinen Hüftgurt samt aller Kreditkarten, aller Pässe, Handy und umgerechnet ein paar Hundert Euro. Juliana sieht ihn weggehen, hält ihn aber für einen schwarzen Angestellten im Monteuranzug…
In über vier Jahrzehnten des intensiven Reisens ist dies das erste Vorkommnis dieser Art. Junge Polizisten nehmen den Vorfall in unserem Fahrzeug professionell auf.
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Aber ansonsten… außer Spesen nichts gewesen… Lauferei, Zusatzkosten. Zum Glück kein weiterer Schaden, denn Handy und Kreditkarten ließen wir sofort sperren.
Nochmal mit einem blauen Auge davongekommen!

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >


 

Kommentare

Hannelore Hauser, 10.11.2013 18:44

Liebe Juliane, lieber Dieter, danke für die letzten Berichte und Euer neues Buch von dieser Reise. Es ist sicher sehr schade, böse Überraschungen erleben zu müssen - aber Eure Abenteuerlust am Entdecken wird dadurch nicht zu brechen sein. Die vielen tollen Fotos und die Begegnung mit interessanten Menschen und herrlichen Landschaften werden Euch weiter durch diese Welt tragen - danke das wir stückweise daran teilhaben dürfen. Wird es von dieser Reise noch ein Buch geben ? Nach Eurer Rückkehr in Deutschland sind sicher auch Vorträge geplant - einen davon hoffentlich auch in Dresden !!!!! Euch Gesundheit - Entdeckerlaune und weitere sehr angenehme Erlebnisse wünschen Hannelore und Klaus aus Dresden

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