Lagebericht: Entlang dem Sambesi

20.07.2013 20:00 | News

Afrikanische Grenzüberquerungen sind oft schmerzhaft für den Geldbeutel. An der Grenze von Simbabwe nach Sambia bittet man uns wieder zur Kasse:

Visa für uns beide: 100 US$. Road Tax 20 US$.Carbon Tax 40 US$, Autoversicherung 26 US$, Distriktzoll 6 Dollar und 30 US$ für das Überqueren des Kariba-Damms. Macht summa summarum 222 US Dollar!

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Aber auf beiden Seiten der Grenze ist man freundlich und korrekt.

 Spektakulär ist die Überfahrt über den gut 600 Meter breiten Kariba-Damm, der den Sambesi staut.  Wegen des sehr hohen Wasserstandes waren zwei "Überläufe" dieses Jahrhundertprojekts geöffnet worden. Für die Einwohner des Ortes Kariba ein großes Schauspiel.

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Unser nächstes Ziel: der Sambesi River. An seinen Ufern werden wir einige Zeit verbringen. Das absolute Highlight hier ist ein Kanutrip auf diesem viertlängsten Fluss Afrikas.

Jealous heißt unser Führer. Am Fluss aufgewachsen und mit Hippos vertraut, versucht er uns zu beruhigen, wenn wir nur zehn Meter an einem dieser kolossalen Flusspferde vorbeipaddeln. Auf meinen Hinweis, dass Flusspferde, was Mensch-Tier-Kollisionen anbelangt, zu den gefährlichsten Tieren des Kontinents und damit zu den Rekordhaltern bei tödlichen Kollisionen gehören, beruhigt uns Jealous: "Solange du den Sicherheitsabstand zu ihnen respektierst, passiert gar nichts." Hoffen wir das beste…

Er verrät uns aber auch, was Hippos allzu gern machen: im Wasser abzutauchen, unter den Einbaum zu schwimmen und ihn umzuwerfen - just for fun...

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Weit mehr als 50 Hippos belauschen wir an einem einzigen Tag. Farbenprächtige Vögel, Bee-eater und Kingfisher, fliegen pfeilschnell durch die Luft. Der Himmel darüber ist blau. Wieder mal einer  unserer schönsten Tage!

Weiterfahrt:

Thunder läuft und läuft. Unsere Erfahrung mit dem Spritverbrauch im Mittel: 17 l pro 100 km, 15 l beim gemächlichen Cruisen. Über einen Verbrauch von 20 Liter sind wir nur einmal in den extremen Höhen im Hochland Lesothos bei Fahrten über Stock und Stein hinausgekommen.

Noch vor einigen Monaten – bei der Überlanddurchquerung Afrikas von Deutschland nach Namibia – war für uns Sambias South Luangwa Nationalpark ein großes Highlight gewesen. Eigentlich wollten wir den Nationalpark noch einmal besuchen. Doch nach den fantastischen Tierbegegnungen in Namibia und Südafrika setzen wir diesmal andere Schwerpunkte in Sambia: Angeschlossen an das Kariba Bush Camp befindet sich hier die größte private Krokodilfarm der Welt mit 90.000 Krokodilen. Ich registriere Gänsehaut, als wir nur wenige Meter  entfernt an den bis zu sieben Meter langen crocs vorbeirollen.

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Unser nächstes Reiseziel: der Ort Victoria Falls in Simbabwe, dort wo die Victoriafälle tosen!

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

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