Namibia - ein gefährliches Pflaster…?!

20.11.2015 16:49 | News

Die Hiobsbotschaft gleich vorweg: erneuter Einbruchsversuch in unseren LKW.

Gern habe ich in der Vergangenheit in meinen Reiseführern und Erlebnisberichten über Namibia (zum Beispiel >Spurensuche in Namibia<, Malik/National Geographic) über dieses Land als „das sicherste Reiseland Afrikas" gesprochen. Und damit selbstverständlich auch seine Hauptstadt Windhoek eingeschlossen.

Ich revidiere das…

Eine Art Gangster-Mafia hat es seit geraumer Zeit vor allem auf Touristenfahrzeuge abgesehen und nimmt dabei auch Überfälle auf Personen in Kauf. (Auch nachzulesen in den namibischen Medien, sowie der deutschsprachigen Zeitung >AZ- Allgemeine Zeitung<.) Aber auch ansonsten nimmt die Kriminalität zu.

Vor zwei Jahren wurde Thunders rechtes Außenfenster unmittelbar am Super–Spar–Supermarkt an der Maerua Mall mit einem kopfgroßen Stein zertrümmert. Zum Glück kam ich in letzter Sekunde dazu; zu einem weitergehenden Einbruch kam es nicht.

Zwei Tage später wurde uns aus dem geschlossenen Fahrzeug (an dessen Fahrertür Juliana stand) sämtliche wichtige Dokumente wie Pass, Kreditkarten, Handy und Geld gestohlen.

Die polizeilichen Ermittlungen erschienen uns zügig und professionell – heraus kam dabei nichts…

Und jetzt vor wenigen Tagen:

Auf dem bei Travellern beliebten Campingplatz einer bekannten Gästefarm bei Windhoek schleichen sich abends um 21:30 Uhr an unser beleuchtetes Fahrzeug drei Einbrecher heran. Wir sitzen derweil nur 15 m entfernt mit Freunden an deren Lagerfeuer…

Ich höre ein Geräusch, sehe Beinbewegungen an unserem Truck im Schein der Außenlampe. In der Dunkelheit laufe ich auf unser Fahrzeug zu, stürze und verletze mich schwer am Fuß. An Thunder angekommen, sehe ich die Hintern von drei Einbrechern durch den Zaun in die pechschwarze Nacht verschwinden.

Unser Schaden:

 

 

<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Zerbrochene Scheibe auf Beifahrerseite (wie schon zwei Jahre zuvor), schwere Aufbruchschäden mithilfe eines Brecheisens an der Seitentür des Campers. Reingekommen sind die Verbrecher nicht, vor allem auch dank unserer auf alle Türen gesetzten Abus-Zusatzschlösser.

 

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Wir verzichten auf eine polizeiliche Anzeige und lassen unsere Schäden auf eigene Rechnung beheben.

Zwei Tage später brechen auf demselben Campground inmitten sechs anderer Fahrzeuge und deren Besatzungen abends um 19:30 Uhr Diebe in ein Touristenfahrzeuge ein und stehlen aus dem Dachzelt eine wertvolle Kamera plus Pässe und Wertsachen.

Wir sitzen zu diesem Zeitpunkt lesend nur 10 m vom Tatort entfernt und bekommen erst etwas mit, als die Alarmanlage des Autos nach dem Fensteraufbruch anspringt.

Zwei Tage später wird ins Haus des Gästefarmbetreibers eingebrochen.

Wenige Tage danach das Bravourstück, bei dem die Diebe – wie Touristen mit Stirnlampe – ganz offensichtlich zwischen den Besuchern herumlaufen und im Dunkeln in die Dachzelte der Allradfahrzeuge einsteigen.

 

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Klar, dass all diese Vorkommnisse die meisten veranlassen, misstrauisch über die Schulter zurückzublicken… schade, denn es nimmt Namibia einiges von dem fast „paradiesischen Zauber", der bisher seine große touristische Beliebtheit ausgemacht hat.

Den nächsten Blog posten wir in drei Tagen…

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