Regen in den Usambara Bergen

03.01.2016 10:55 | News

Es gibt sie, die kulinarischen Highlights im tiefen Afrika; eins erleben wir in der TanSwiss Lodge (des Schweizers Sepp, der mit einer Frau aus Tansania verheiratet ist): Die Rösties mit Zürcher Gschnetzeltem sind umwerfend gut!!!

Tags drauf sind wir wieder drin im alltäglichen Wahnsinn des TanZam-Highway. Während ich anfangs die Tanklaster voller Sprit für die größte Gefahr auf der Straße gehalten hatte, sind es jetzt die oft mörderisch dicht in Minutenabständen überholenden voll besetzten Reisebusse. Viele mit Aufdrucken wie „Jesus with us“ oder „Allah“… doch das hilft nicht immer, wie die erschreckende Statistik zeigt.

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

An Thunder haben wir seit einiger Zeit ein elektrisches Problem; die Bremslichter brennen, auch wenn ich nicht aufs Pedal trete. Ein Masseproblem?! Wenn diese Macke auftritt, funktioniert auch unser Tempomat nicht. Wir werden die Sache in Arusha prüfen lassen.

Seit gestern fließt auch während der Fahrt der Strom nicht mehr von den beiden Lkw-Batterien hin zu den 4 Batterien im Wohnmobilbereich. Vermutlich ist das Trennrelais defekt. Unangenehm, denn jetzt müssen wir die Camper-Batterien allein über Solar und – bei Bedarf – unseren Generator aufladen.

Unser Tagesziel ist die Irente Farm in den Usambara Bergen, unweit von Lushoto, der einzigen Stadt hier.

Die Niederschläge sind hier sehr hoch, wir sehen das an dem dichten, üppiggrünen tropischen Bewuchs. Dazu passt auch das ungeheure tropische Gewitter, das uns fast die Sicht raubt. Plötzlich schießen Bäche durch Dörfer, die eben noch staubtrocken waren. Wir kommen nur langsam voran, die letzten 34 km legen wir auf steilen, schmalen Bergstraßen bei Dunkelheit zurück (wir haben uns fest vorgenommen, das aus Sicherheitsgründen zu vermeiden – in der Realität ist das aber nicht immer möglich).

Die Zufahrt zur (lutherischen Kirche gehörenden) Irente Farm ist lehmig, eng und zugewachsen. Irgendwie kommen wir trotz der schlimmen Straßenverhältnisse durch.

Dann die nächste Überraschung des Tages; die Begrüßung durch Ritschi und Ute, zwei Deutschen, die seit einem Jahr die Irente Farm und den Gästebetrieb hier führen..!

Der nächste post erfolgt in circa drei Tagen.

 

 

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

 

 

 

 

Kommentare

Herwig Glatzel, 03.01.2016 15:12

Ein lieben Gruß aus dem verschneiten Deister. Seit gestern schneit es immer wieder. Die Straßen sind weiß und alles andere natürlich auch. Temperatur ca. 35 Grad kälter als bei Ihnen! Heute habe ich mir den Blog mal durchgelesen. Wirklich unglaublich, was alles erlebt wurde. Die Gewalttätigkeiten, der Straßenverkehr und die behördlichen Probleme würde mich irre machen. Aber das gehört als Weltenbummler wohl dazu, daß man das durchsteht. Ärgerlich ist auch, daß die Reparaturen an dem Womo so nachlässig gemacht wurden, daß es wohl künftig ohne Kontrolle nicht mehr geht. Allein zur eigenen Sicherheit. Und wo wir dabei sind, nun auch mit Hund. Super! Für die weitere Reise alles erdenklich Gute. Mit fröhlichem Gruß als Old Germany Herwig Glatzel

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