Von Bandar Abbas nach Bam

27.04.2016 10:14 | News

Die Nacht bei Hamid in Bandar Abbas haben wir im Auto geschlafen, die beiden Motorradfahrer Jürgen und Clelia im Haus. Alles sehr freundliche und unkomplizierte Gastfreundlichkeit. Und die unschöne Polizeikontrolle kurz vor Mitternacht haben wir auch schon fast vergessen…

Bei Rausfahrt aus Bandar Abbas sehe ich mehr als 40 Mercedes Rundschnauzer… solche wie unseren Thunder!! Neben Ländern Südamerikas ist der Iran die letzte Bastion, in der diese Auto-Klassiker überdauert haben.
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Kaffeetrinken mit den beiden Motorradfahrern außerhalb der Stadt in unserem Thunder (Juliana bereitet >echten Bohnenkaffee<. Köstlich. Die beiden sind noch am Anfang ihrer Reise, haben zu viel Ausrüstung. Wir nehmen Gepäck von ihnen nach Deutschland mit. Dann Weiterfahrt:

 
  • Diesel zu kriegen wird schwierig.
     


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

  • 1. Tankstelle nix, 2. Tankstelle 40 Liter, 3. Tankstelle 59 Liter, dann ist der Tank voll. Funktioniert aber nur mit Dieseltankkarte eines Truckers. Für Touristen ist die Karte nicht erhältlich!!! Man ist immer auf den guten Willen eines anderen Lkw-Fahrers oder des Tankwarts angewiesen …

Wir erregen überall Aufmerksamkeit. Übernachten in Bergen nahe Straße.

Mittwoch: (Nacht an Bam Zitadelle)

Kühl, schlafen gut am sehr breiten Trockenfluss. Tolle Szenerie.

Morgens zweimal Frauen mit Ziegenherden. Wir waschen Wäsche.

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Zwei junge Männer gehen vorbei, fotografieren, grüßen aber nicht… sehr ungewöhnlich hier. Als wir um 11 Uhr startklar sind: Polizei, zwei Mann!!! Einer mit Schnellfeuergewehr im Anschlag… aufreizend klopft er auf dem Ding rum.

Offenbar hatten die beiden fotografierenden Typen die Polizei verständigt. Spitzeldienste… offenbar sind individuell reisende Touristen hier im südlichen Iran die große Ausnahme… und daher grundsätzlich verdächtig.

Die Polizisten telefonieren. Wir müssen ihnen 15 km folgen. Im Ort Jorift weitere ratlose Polizisten. Mann in Schwarz mit Pistole an Seite, die er aufreizend zur Schau stellt, macht Wageninspektion. 15 Leute um uns, alle palavern, aber keiner spricht Englisch. Dann erscheint ein Englisch sprechender relativ junger Mann in Freizeit-Look. Er hört sich alles an, dann staucht er Polizisten zusammen, die stehen da wie begossene Pudel. Offenbar ist der Polizeichef hier, den man von zu Hause hierher gerufen hat. Er entschuldigt sich bei uns. Alles sei nur zu unserer Sicherheit gewesen… na ja…

Aus dem Grund gibt er uns eine Polizeieskorte für 120 km mit… bis zur Stadt Bam am Rand der Wüste. Die Eskorte brauchten wir zwar nicht… war aber mal wieder eine andere Erfahrung der besonderen Art. Trotz der Hyperaktivität der Polizei bei uns müssen wir beide sagen, die Iraner sind sehr nett, was letztlich auch für die Polizisten gilt. Das Problem ist das System! Und bei uns bleibt, wie bei der Polizeikontrolle im Haus unserer Gastgeber zu fast mitternächtlicher Stunde, ein bitterer Nachgeschmack zurück…

Der nächste post folgt in ca. drei Tagen …

 

<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

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