Von Namibia in die Wildnis Kanadas

27.05.2014 08:29 | News

Good bye Africa…
 

für einige Monate zumindest!


Unseren Thunder habe ich in Namibia gut untergestellt. Dann der große Sprung rund um den Globus – vom südwestlichen Afrika bis ins nördliche Nordamerika.
 

60 Stunden dauert die Reise: mit Flugzeugen von Windhoek nach Johannesburg, weiter nach Dubai und von dort nach Seattle. Jetzt nur noch der letzte kurze Sprung vom Staat Washington nach Vancouver in British Columbia. Noch einmal 9 Stunden Warterei dort, dann verlässt mein Greyhound-Bus die Metropole an der Westküste. 8 Stunden später steige ich im Okanagan Valley aus. Trotz des Monstertrips fühle ich mich fit. Noch am selben Tag erledige ich die Zulassungsformalitäten für unseren kanadischen Pickup- Camper. Während unserer Afrikaabenteuer hatte unser Chevy – Truck mit dem geräumigen Camperaufbau hier im südlichen British Columbia ungenutzt im storage auf uns gewartet.

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Aus seinem Dornröschenschlaf geweckt, funktioniert alles wunderbar… nur eine Dichtung der Wasserpumpe ist undicht. Trocken und spröde geworden durch den lange nicht gestarteten Motor… Natürlich gehen auch die anderen Servicemaßnahmen ins Geld; Motor – Getriebeöl – Bremsflüssigkeitswechsel etc, etc.
 

Unser Allrad - Truck heißt Johnny, ein Threequarterton Truck, wie sie hier sagen. Mit 5,7 l Hubraum aus denen jede Menge starke Pferde heraus galoppieren. Die sind natürlich mächtig durstig… und dieser Durst geht mittlerweile auch in Kanada richtig ins Geld, denn die Spritpreise steigen immens.
Zwischen 1,28 $ und 1,98 $ habe ich mittlerweile für den Liter regular gezahlt; die höchsten Preise im Norden British Columbias am Alaska Highway.


Während der nächsten drei Wochen liegt eine gut 5000 km lange Reise vor mir. Vom Okanagan Valley in Südkanada zunächst in Richtung Rocky Mountains; in den Nationalparks Banff und Jasper – vor allem aber am Columbia Icefield – liegen oft noch 2 Meter hohe Schneeberge am Straßenrand.
 

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Es ist kalt –aber was für ein belebender Kontrast nach der Hitze Afrikas..!!!


Ich mag diesen Wechsel. Und nach den Bildern von den weiten Savannen Namibias inhaliere ich förmlich die Panoramabilder von schneebedeckten Gipfeln, Gletschern, schäumenden Flüssen und endlosen Wäldern.


In Dawson Creek erreiche ich mile zero, also "Kilometer Null" des Alaska Highway. Allerdings sind dem achsmordenden Alaska Highway von einst längst die gefährlichen Krallen gestutzt worden. Das erste Mal befuhr ich ihn mit Juliana vor rund 35 Jahren. Wer damals heil und ohne Platten in Fairbanks ankam, beglückwünschte sich. Das ist Geschichte. Gut ausgebaut, wie der Alaska Highway heute ist, ist das Fahren auf ihm ein Kinderspiel – aber auch ein Genuss, bei dem das Auge des Fahrers sich durchaus auch der Landschaft widmen darf…

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Seit Meile Null in Dawson Creek habe ich 22 Schwarzbären (wie Kühe grasend am Straßenrand!!) und mehr als 60 Bisons gesehen. Die Landschaft am zur Zeit noch eisbedeckten Muncho Lake und am klirrend kalten Summit Lake ist einfach atemberaubend schön! Ich genieße diese vitalen Nordlandbilder wie im Rausch.


Zur Zeit bin ich in Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon Territory, von der es gleich zur Goldgräberstadt Dawson City am Klondike weitergeht. Jack London lässt grüßen..!

 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 
<  Text & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

 

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