Von Persepolis nach Isfahan

01.05.2016 10:28 | News

Morgens 16°C im Auto. Zauberhafte Kühle, die von den langsam sich erwärmenden Sonnenstrahlen abgelöst wird. Bleiben ungestört. Weiterfahrt. Intensive Farmwirtschaft zwischen Wüstenbergen. Leuchtendes Grün. Getreide steht dicht. Bauern bei der Arbeit. Junge Männer auf Motorrädern verlangsamen, wenn sie uns sehen, fahren neben uns und grinsen, staunen zu uns hoch – natürlich hat keiner bei der halsbrecherischen Fahrt einen Sturzhelm auf dem Kopf.

In Saadat Shar tanken: Tankwart fordert statt 8 Cent pro Liter das Doppelte. Immerhin… der Tank ist voll! Einkaufsmöglichkeiten/Supermärkte mäßig. Kein Vergleich zu Oman. Dann Persepolis, eine der großartigsten antiken Stätten auf unserem Globus.



<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >
 

Besichtigung bei Abendlicht. Toll. Campieren auf Parkplatz.


 

Sonntag:(Isfahan)

3 Zelte wurden über Nacht von iranischen Familien auf Parkplatz aufgebaut. Fotografiere Bilder von >Heroes< und der Ayatollahs Khomeini/Khamenei mit markigen Sprüchen.
 


<  Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

 

Zahlen 200 000 Rial fürs Parken, das sind umgerechnet 5 € pro Nacht. Die Nullen hinter der einheimischen Währung machen einen ganz crazy!

Dann Besuch der antiken Stätte Pasargad: für mich vor allem sehenswert Grab des Königs Kyros – somit längst nicht so viel greifbare Historie wie in Persepolis. Anschließend Fahrt durchs Hochland, 2000 m.

Breite, vierspurige Straße. Belag nicht gut. Klingt wie Klagen auf hohem Niveau nach den grausigen Straßen in Tansania/Kenia. Lange Fahrtstrecke (450 km) heute. Schaffen es bis Isfahan. Dämmerung. Verhangen. Unglaublich viel Verkehr. Irre Fahrer, Verkehrsregeln scheinen außer Kraft gesetzt…! Danke, Navi!! Bei Dunkelheit bis Park Hasht Behesht im Zentrum. Dort soll man im Auto übernachten können. Netter Parkplatzwart. Zahlen umgerechnet 10€ und stehen dort ruhig und unbehelligt.

Montag: (Isfahan-Tag, Hash Behesht Park)

Was für ein Morgen auf dem großen Platz Meydan-e Imam (bis zur >Revolution< Meydan-e Shah).
 


< Foto & Copyright Dieter Kreutzkamp >

Einer der schönsten/kunstvollsten Stadtparks der Welt, umrahmt von zwei großartigen Moscheebauten. Besonders schön ist es hier abends…

Vormittags sind dort nur wenige Leute. Eine junge Frau bietet uns spontan ein Stück süßen Kuchen an. Häufig werden wir nett angesprochen. Später werden es regelrechte Interviews sein (auch von jungen Leuten, die ihre Englischkenntnisse verbessern wollen).

Vom Platz aus geht’s direkt rein in den Basar. Endlich… so schön und malerisch wie bei unserem letzten Besuch hier vor gut 4 Jahrzehnten – immer noch ein Hauch von 1001 Nacht. Manche Verkäufer sprechen deutsch, nicht wenige auch englisch. Einer wirbt mit Fotos von Politprominenz Schröder und Gabriel, die sich hier haben ablichten lassen.

Dienstag (Kashan)

6:30 aufstehen. 6:50 los. Verhangen. Um diese Zeit ist Isfahans Verkehr erträglich. Verfahren uns nur einmal wegen Baustelle, die unsere open source software nicht anzeigt. Leichter Regen. Alles grau. Fahrzeuge/Lkw neben Straße auf Rücken liegend (unangepasste Fahrweise!). Ein Wort zum Fahrverhalten der Iraner: So nett sie sind, so irre fahren sie. Keiner blinkt. Fahrbahnwechsel ohne Ankündigung. Für mich mit Lkw höchst gefährlich. Niemand an Grenze hat Versicherung angeboten. Bin froh, dass wir unsere in Deutschland abgeschlossene Versicherung (AXA-Agentur Tourinsure Hamburg) haben. Rüber über Berge zur Wüste nach Kashan. In 2700 m Höhe ein Meer von Blüten; wir vermuten: Mandelbäume. Kalt. In Kashan Bummel zu den wenigen verbliebenen alten Gebäuden. Ansonsten ist es eine moderne Stadt.

Der nächste post folgt in ca. drei Tagen …

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